Billigairline Easyjet streicht wegen Streiks in Frankreich rund 100 Flüge
Aufgrund eines Streiks des Kabinenpersonals hat die britische Billigfluggesellschaft Easyjet am Wochenende rund 100 Flüge von französischen Flughäfen gestrichen. Rund die Hälfte der 900 in Frankreich stationierten Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter des Unternehmens seien an dem Streik beteiligt, teilten Gewerkschaften am Samstag mit. Betroffen ist etwa die Hälfte der Easyjet-Flüge von den beiden Pariser Flughäfen sowie aus Nizza, Bordeaux und Lyon.
Auslöser des Streiks des Kabinenpersonals ist Unmut über die wiederholte Änderungen von Dienstplänen. William Bourdon von der Gewerkschaft SNPNC-FO erklärte, das Kabinenpersonal wünsche sich "Stabilität" bei seinen Einsätzen. Einige Crewmitglieder müssten mit 50 bis 60 Änderungen ihrer Arbeitszeiten und Flugziele pro Woche rechnen. Das Privatleben sei so "extrem kompliziert zu organisieren", sagte Bourdon der Nachrichtenagentur AFP. Die meisten Änderungen erfolgten nur ein bis zwei Tage vorher.
Die drei an den Gesprächen beteiligten Gewerkschaften hatten vor Streiks zwischen dem 7. August und dem 2. September gewarnt. Easyjet bezeichnete den Streik als "opportunistisch", da er auf ein großes Feiertagswochenende falle, an dem die Flughäfen stark ausgelastet sind. Das Unternehmen forderte das Personal auf, den Streik an einem so arbeitsreichen Wochenende abzusagen. Easyjet habe Vorschläge zur Änderung der Arbeitsbedingungen unterbreitet und Gespräche seien für September geplant.
S.Martin--RTC