RCA Telegram News California - Historischen Titel verpasst: Schindler verliert EM-Finale

Historischen Titel verpasst: Schindler verliert EM-Finale

Historischen Titel verpasst: Schindler verliert EM-Finale

Martin Schindler hat den ersten Majortitel eines deutschen Dartsprofis knapp verpasst. Der unverhoffte Erfolgslauf des Weltranglisten-23. bei der EM in Dortmund endete im Finale, gegen den Engländer Ross Smith musste sich der Strausberger mit 8:11 geschlagen geben. Schon der Einzug ins Endspiel war historisch.

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Vor Schindler hatte noch kein Deutscher den Sprung in ein Finale bei einem der großen PDC-Turniere geschafft. Für Max Hopp 2018 bei der European Championship und Gabriel Clemens bei der WM 2023 sowie den Players Championship Finals im selben Jahr war jeweils in der Vorschlussrunde Schluss gewesen.

In der stimmungsvollen Westfalenhalle konnte Schindler im Finale nicht an seine vorigen Leistungen anknüpfen. Trotz der großen Unterstützung für den Deutschen setzte sich Smith, der nach der EM 2022 und den World Series Finals im September seinen dritten Majortitel gewann und in der Weltrangliste auf Platz sechs vorrückte, schnell ab. Auf Siegkurs hatte der 37-Jährige aber plötzlich mit den Nerven zu kämpfen. Schindlers Aufholjagd kam jedoch zu spät.

Schindler war durch einen 11:6-Erfolg über Krzysztof Ratajski aus Polen ins Finale eingezogen, damit löste er auch das Ticket für den Grand Slam. Ratajski hatte zuvor für eine Sensation gesorgt und Weltmeister Littler ausgeschaltet.

Littler muss damit mindestens ein weiteres Jahr warten, um seine Majortitel-Sammlung zu komplettieren. Dem 19-jährigen Engländer fehlt nur noch der EM-Titel - sowie die im kommenden Jahr erstmals ausgetragenen European Open in Salzburg.

Schindler hatte sich auf den letzten Drücker für das Turnier qualifiziert. Auf dem Weg ins Finale setzte sich die deutsche Nummer eins zudem gegen die Niederländer Wessel Nijman (6:5) und Jermaine Wattimena (10:4) durch, in der Runde der letzten acht folgte ein 10:1 über den Waliser Jonny Clayton. Die Nummer fünf des Rankings hatte in Runde eins den zweiten deutschen Teilnehmer Niko Springer ausgeschaltet.

Durch den Finaleinzug strich Schindler 80.000 Pfund ein. Damit ist "The Wall" zurück in den Top 20 der Order of Merit. Vor der EM hatte Schindler in diesem Jahr nur wenige Erfolgserlebnisse eingefahren.

A.Olsson--RTC