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Vier Elfmeter: Elversberg rettet wilden Sieg gegen Augsburg
Vier Elfmeter: Elversberg rettet wilden Sieg gegen Augsburg / Foto: Uwe Anspach - picture-alliance/dpa/SID

Vier Elfmeter: Elversberg rettet wilden Sieg gegen Augsburg

Mit teilweise berauschendem Vollgasfußball ist Bundesliga-Neuling SV Elversberg in einem wilden Spiel zum nächsten Sieg gestürmt, hat am Ende aber kräftig zittern müssen. Die Saarländer gewannen am Samstagnachmittag gegen den FC Augsburg in einer Partie mit insgesamt vier Elfmetern mit 4:3 (3:1) und sorgten nach ihrem Traumstart zu Saisonbeginn damit erneut für Furore. Für Elversberg, mit 13.000 Einwohnern der kleinste Standort der Ligahistorie, war es im sechsten Spiel bereits der dritte Erfolg.

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Lukas Petkov (4.), Lasse Günther (7.), Maximilian Rohr (28.) und Frederik Schmahl (89.) trafen für Elversberg, für Augsburg waren Fabian Rieder (45.+9, Handelfmeter), Michael Gregoritsch (76., Foulelfmeter) und Mert Kömür (90.) erfolgreich. In der Tabelle zog Elversberg durch den Dreier an Augsburg vorbei, das wiederum zum vierten Mal in Folge nicht gewinnen konnte.

SVE-Coach Vincent Wagner blickte vor dem Spiel nochmal auf das jüngste 0:1 bei Union Berlin zurück. "Die Klarheit im letzten Pass" habe gefehlt, sagte er bei Sky. Es gehe hierbei für den Aufsteiger weiter darum, "sich schnell an das Bundesliganiveau zu gewöhnen".

So gesehen durchlief sein Team in in den ersten Spielminuten eine Blitzentwicklung. Schiedsrichter Florian Exner sprach Elversberg nach Videobeweis früh einen durch Chrislain Matsima verursachten Handelfmeter zu, der Ex-Augsburger Petkov scheiterte zunächst an Finn Dahmen, traf dann aber im Nachschuss. Damit nicht genug: Nur drei Minuten später erzielte mit Günther ein weiterer ehemaliger Augsburger nach einem stark ausgespielten Konter das nächste Tor.

Die Gäste benötigten in dem mit 9307 Zuschauern ausverkauften Stadion einige Minuten, um sich zu schütteln, dann näherte sich Matsima per Kopf (15.) erstmals gefährlich an. Das Tempo bestimmte jedoch die SVE, die die entscheidenden Zweikämpfe gewann - und erhöhte: Nach einer Ecke war Rohr mit einem Kopfball zur Stelle. Auch wenn offensiv nicht alles gelang, setzte Elversberg Augsburg durch schnelles Direktspiel und hohes Pressing unter Dauerstress.

Doch quasi mit Pausenpfiff schöpften die bayrischen Schwaben in der unterhaltsamen Partie wieder Hoffnung: Rieder traf per Handelfmeter, nachdem Schiri Exner zuvor erneut den Videobeweis bemüht hatte, weil Rohr den Ball mit der Hand abgeblockt hatte.

Mit drei Wechseln und der Umstellung auf eine Viererkette versuchte FCA-Coach Manuel Baum zu Beginn der zweiten Halbzeit, die Mission Comeback voranzutreiben. Offensivdrang versprühten jedoch weiterhin vor allem die Elversberger. David Mokwa setzte einen Drehschuss knapp links vorbei (54.).

Im Vergleich zur ersten Hälfte flachte die Partie nun etwas ab. Augsburg tat sich weiter schwer, Großchancen herauszuspielen, dann verkürzte Gregoritsch vom Punkt. Das vermeintliche 4:2 durch Raif Adam wurde wegen Abseits zurück genommen (79.), ebenso wie ein zunächst gegebener Handelfmeter für Augsburg (86.). Stattdessen jubelte in einer verrückten Schlussphase nach dem Tor von Schmahl zunächst Elversberg, Kömür jedoch traf postwendend. In der Nachspielzeit gab es den insgesamt vierten Elfmeter nach einem Foulspiel im Augsburger Strafraum, doch Noel Futkeu traf nur die Latte (90.+9).

G.Svensson--RTC