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"FIS-Versagen": Finnland-Protest gegen Norwegen und Kläbo
"FIS-Versagen": Finnland-Protest gegen Norwegen und Kläbo / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

"FIS-Versagen": Finnland-Protest gegen Norwegen und Kläbo

Die norwegischen Skilangläufer um den neuen Rekord-Olympioniken Johannes Hösflot Kläbo rennen bei den Winterspielen von Mailand und Cortina alles in Grund und Boden. Nun droht dem Team Norge aber großer Ärger. Weil die Norweger beim Sprint am Dienstag einen Vorteil beim Wachsen erhalten hatten, hat Konkurrent Finnland bei der FIS offiziell Protest eingelegt.

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Der Weltverband hatte den Norwegern erlaubt, eine Wachsmaschine in den Wartungsbereich mitzunehmen, obwohl dies in den vorab erteilten Anweisungen untersagt war. Die anderen Mannschaften wurden nicht über diese Möglichkeit informiert. "Der Sprint wäre anders ausgegangen, wäre die Wachsmaschine nicht über den Hinterweg ins Rennen gekommen", sagte der deutsche Teamchef Peter Schlickenrieder am Samstag.

Die FIS entschuldigte sich später, Schlickenrieder war das zu wenig. "Das ist ein ganz klares Versagen der FIS-Verantwortlichen - zum wiederholten Male. Da reicht aus meiner Sicht eine plumpe Entschuldigung nicht", sagte er und fügte an: "Wenn dir als Trainer so ein Fehler passiert, zahlst du 1000 Euro Strafe. Die FIS-Verantwortlichen sagen einfach: 'Entschuldigung'. Das finde ich ein bisschen lau. Sollen sie eine große Party als Entschuldigung schmeißen, dann haben alle mehr davon."

Italiens deutscher Nationaltrainer Markus Cramer hatte am Donnerstag andere Mannschaften über Norwegens Praktiken informiert, und vor allem die Finnen zürnten. Lauri Vuorinen, der hinter Norwegens Topstar Kläbo sowie Ben Ogden (USA) und Oskar Opstad Vike (Norwegen) Vierter geworden war, sei "moralischer Olympiasieger", sagte Finnlands Cheftechniker Heikki Tonteri.

Eine Korrektur des Ergebnisses ist aber unwahrscheinlich. "Das kann ich mir fast nicht vorstellen. Die Sportler können nichts dafür, dass die FIS versagt. Das ist einfach eine peinliche Nummer", sagte Schlickenrieder.

Die Läufer aus Norwegen und USA schienen vor allem an den Anstiegen der Konkurrenz überlegen. Auch bei den US-Amerikanern gab es Fragen: Das Team hatte eine Flüssigkeit eingesetzt, bei der es sich laut Cramer vermutlich um ein flüssiges Schmiermittel gehandelt haben soll.

Der Einsatz von Flüssigkeiten, sei es Flüssigwachs oder auch nur Wasser, ist während der Sprintrunden strengstens verboten. Der Cheftechniker der USA habe sich laut finnischem Rundfunk Yle beim Teamleiter für den Vorfall entschuldigt.

D.Nielsen--RTC