Medienberichte: Waffenversteck bei Berlin womöglich in Auftrag Russlands angelegt
Medienberichten zufolge ist in der Nähe von Berlin ein Waffenversteck mit möglichen Verbindungen zu Russland entdeckt worden. In dem Depot in einem Waldstück in Brandenburg seien im Spätsommer 2025 zwei Schusswaffen gefunden worden, berichteten Norddeutscher Rundfunk (NDR), Westdeutscher Rundfunk (WDR) und "Süddeutsche Zeitung" am Freitag. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP wollten sich die Sicherheitsbehörden nicht äußern und die Berichte nicht bestätigen.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat den Artikeln zufolge Hinweise darauf, dass das Waffenlager im Auftrag russischer Geheimdienste angelegt worden sei. Deutsche Sicherheitsbehörden seien inzwischen davon überzeugt, dass die Waffen für Agenten hinterlegt worden seien, die im Auftrag Russlands in Deutschland so genannte kinetische Operationen ausführen sollten, also etwa Attentate.
Laut den Medien ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Ein Tatverdächtiger sei vor einiger Zeit in Rumänien festgenommen worden. Den Berichten zufolge könnte er das Waffenlager angelegt haben.
Demnach bekam der Verfassungsschutz im vergangenen Jahr Hinweise auf das Versteck. Beamte hätten die gefundenen Waffen funktionsunfähig gemacht. Das Depot sei überwacht worden - jedoch ohne Erfolg. Möglicherweise hätten die Täter die Entdeckung mitbekommen, schreiben die Medien.
Sie verweisen darauf, dass Sicherheitsbehörden schon seit Monaten vor möglichen Attentatsplänen durch Russland warnten, beispielsweise auf Rüstungsmanager oder russische Oppositionelle im Exil sowie Unterstützer der Ukraine.
Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts Ende Juni sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), bei Angriffen von außen gehe die größte Bedrohung "von Russland aktuell aus". Im Verfassungsschutzbericht heißt es, "fremde Mächte" führten Sabotageoperationen aus, "betreiben unzulässige wirtschaftliche oder politische Einflussnahme bis hin zu Tötungsoperationen und verbreiten Desinformation".
"SZ", NDR und WDR fragten bei ihrer Recherche auch beim Verfassungsschutz nach. Dieser habe mitgeteilt, "dass man zu Angelegenheiten, die etwaige konkrete nachrichtendienstliche Erkenntnisse oder Tätigkeiten betreffen, grundsätzlich nicht öffentlich Stellung nehme", schreiben die ARD-Anstalten. Weiter habe der Verfassungsschutz erklärt, damit sei keine Aussage darüber getroffen, ob der Sachverhalt zutreffend sei oder nicht. Die russische Botschaft habe auf die Anfrage nicht geantwortet.
C.Moreno--RTC