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Mehrere Zwischenfälle mit Brandsätzen: Viel Arbeit für Polizei an Halloween
Mehrere Zwischenfälle mit Brandsätzen: Viel Arbeit für Polizei an Halloween / Foto: Armend NIMANI - AFP/Archiv

Mehrere Zwischenfälle mit Brandsätzen: Viel Arbeit für Polizei an Halloween

In der Halloween-Nacht ist es bundesweit zu mehreren Vorfällen mit Molotowcocktails gekommen. In Berlin fasste die Polizei nach eigenen Angaben zwei 14-Jährige, nachdem eines ihrer Einsatzfahrzeuge im Märkischen Viertel mit einem selbstgebauten Brandsatz beworfen worden war. Sie hatten demnach mit Benzin gefüllte Plastikflaschen bei sich. Ob die Jugendlichen auch den Molotowcocktail in Richtung Auto warfen, war unklar.

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In Hannover stieß die Polizei im Stadtteil Ricklingen am Samstagabend gleich mehrfach "auf selbst gebaute Spreng- und Brandvorrichtungen", darunter mit Benzin und Pyrotechnik präparierte Flaschen. Sie ermittelte gegen zwei Jugendliche. Damit sei eine "neue, hochgefährliche Dimension" erreicht, erklärten die Beamten. Wäre jemand davon getroffen worden, wäre es zu schwersten bis tödlichen Verletzungen gekommen.

In Kiel zündeten Unbekannte zwei Brandsätze sowie auf einem Fußweg ausgekipptes Motorenöl an, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Bei den Brandsätzen handelte es sich demnach um Molotowcocktails, die Unbekannte auf einem leeren Parkplatz und in einem Papiercontainer im Stadtteil Mettenhof zündeten.

Bereits am Vortag hatten Beamte dort einen Molotowcocktail auf dem Parkplatz einer Schule entdeckt. Menschen wurden in Kiel und in den anderen Städten demnach aber nicht verletzt.

Daneben gab es bundesweit zahlreiche weitere Zwischenfälle. In Berlin wurden laut Polizei ebenfalls im Märkischen Viertel unter anderem Linienbusse mit Pyrotechnik beschossen und mit Eiern beworfen. Die Berliner Verkehrsbetriebe unterbrachen den Busverkehr in dem Bereich deshalb für rund zwei Stunden.

Auch in vielen anderen Städten kam es zu Einsätzen etwa wegen Pyrotechnikwürfen, brennenden Mülltonnen, Körperverletzungen und Ruhestörungen. Vielfach sprach die Polizei von teilweise größeren Jugendgruppen als Verursachern. Aufgrund ähnlicher Erfahrungen in den vergangenen Jahren hatten die Beamten vielerorts ihre Präsenz stark erhöht und griffen früh ein.

So meldete die Polizei aus Hamburg nach Einbruch der Nacht "im gesamten Stadtgebiet vermehrt Gruppen von Jugendlichen, die zum Teil auch Böller zündeten". In mehreren Stadtteilen seien Gruppen kontrolliert und Platzverweise ausgesprochen worden.

Allein aus München meldete die Polizei mehr als 200 Einsätze mit Halloween-Bezug, darunter 30 Sachbeschädigungen. An einem Einkaufszentrum im Stadtteil Milbertshofen zündete eine etwa 50-köpfige Gruppe demnach Pyrotechnik und warf E-Scooter und Fahrräder die Treppe zu einem U-Bahnstation hinab. Als Polizeikräfte anrückten, flüchteten die Verdächtigen demnach.

Aus Kiel-Mettenhof berichteten die Beamten von "Jugendgruppen mit zeitweise bis zu 70 Personen". Wiederholt wurden demnach Feuerwerkskörper gezündet, es gab Sachbeschädigungen durch Brandstiftungen. Nach Steinwürfen auf ein Auto von einer Unterführung seien drei Jugendliche vorläufig festgenommen worden, hieß es weiter. Zudem soll ein Jugendlicher Kinder im Stadtteil Friedrichsort mit einem Brotmesser bedroht haben.

Aus Leverkusen meldete die Feuerwehr am Sonntag einen Angriff auf Einsatzkräfte mit Reizgas und Feuerwerkskörpern, ein Feuerwehrmann erlitt ein Knalltrauma. Der Vorfall ereignete sich demnach bei einem Einsatz im Stadtteil Steinbüchel.

M.Allan--RTC